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[Spider-Man und die Keyboard spielende Katze]

Sie wissen, wir sind Anbeter der Unsinnigkeit. Historisch perspektiviert macht uns das zu Dadaisten. Allerdings kommen selbst Menschen wie uns manchmal Dinge unter, die sie nicht genau einschätzen können, eben weil sie so unsinnig sind. Hyperdadaismus, sozusagen!

Das vorliegende Dokument mag illustrieren, wovon wir sprechen. Wir werden Ihnen die Spannung nicht vermiesen, wenn wir einen kurzen Abriss des Inhalts machen: Ein als Spider-Man Verkleideter hüpft vor einer Schar von Kindern herum, und tut sich dabei weh. Alles klar, standardisierter Fail-Content.

Nun eröffnet sich uns allerdings die Ungeheuerlichkeit: Wir sehen einen Schnitt auf eine Katze, die mit einem blauen Hemdchen bekleidet auf einem Keyboard spielt. Das Ungeschick Spider-Mans wird in Zeitlupe wiederholt, die Katze spielt noch ein bisschen, dann ist Schluss.

Neben der Liebhaberei für Unsinnigkeit sind wir in fast gleichem Maße Apologeten der Repetition*, Anbeter einer ewigen Wiederkehr des Immergleichen. Eine kurze Recherche auf YouTube eröffnete uns nämlich ein Universum der Hanebüchenheit. Dort finden wir Unmengen solcher Missgeschicke in oben skizzierter Form, immer mit dem eingeschnittenen Kätzchen in seinem blauen Hemdchen. Das immergleiche Muster! (via)

Eine unfassliche Hyperdadaistiade! Finden Sie nicht?

* Obacht, Schwank aus dem Leben der monopolisten: Verschiedentlich wurden wir von Bekannten angefeindet, weil wir nach dem Konsum von Alkohol immer und immer wieder den Spruch “tragt uns zum Auto, wir fahren euch heim” gesagt hatten. Wir monopolisten finden so dämliche Sprüche eigentlich nur in der gebetsmühlenartigen Wiederholung witzig. Schon Nietzsche sagte, dass man ihn erst hundert Jahre nach seinem Tode verstehen würde, uns wird es wohl leider ebenso ergehen.


Comments | Teilen | | 12.05.2009
 
Tags | Skurriles