[Fußballlegenden mit Schnauzer - Teil 1]
YEAH, die monopolisten haben ein neues Idol, einen Heroen, wie ihn die griechische Mythologie nicht besser hätte erdenken und erdichten können. Das beste daran: Diesen Menschen scheint es wirklich zu geben!
Walter Frosch!
Werte Leser, huldigen Sie der Eloquenz dieses Mannes. Sein nietzscheesker Schnauzbart* dämpft den Wohlklang des Gesagten zwar ein wenig, trotzdem ist jedes Schnipsel der philosophischen Weltbetrachtung Froschs ein immerwährender Hort der Menschenerbauung! Sehen, staunen, lernen Sie!
Dieser Mann hat neben dem Eingang in den Olymp der zeitgenössischen Philosophie sogar Fußballgeschichte geschrieben. Die Wikipedia weiß Folgendes darüber zu berichten.
Berühmtheit erlangte er wegen seiner 27 gelben Karten in 37 Spieleinsätzen der Zweitliga-Saison 1976/1977. Aufgrund dieser damals noch ungestraften Karteninflation führte der DFB bald darauf die automatische Spielsperre nach vier (heute fünf) gelben Karten ein. In den drei Runden Bundesliga wurden gegen Frosch 17 Gelbe Karten gezückt, eine Rote erlebte er aber nicht.
Und dann der eigentliche Knaller …
Der Kettenraucher stand in den 1990ern bei dem Abschiedsspiel für Klaus Thomforde sogar mit einer Zigarette auf dem Rasen des Millerntorstadions.
* Erstaunlich ist dabei natürlich vor allen Dingen, dass Walter Frosch nicht nur den Schnauzer eines Friedrich Nietzsche trägt, sondern dass seine Ausführungen Nietzsches Erkundungen des Apollinischen und des Dionysischen durch den strikten Alltagsbezug und die gelebte Wirkmächtigkeit seines Selbst erblassen lassen (Kippenschachtel in den Stutzen - hervorragend). Dieser Mann ist einfach ein absoluter Profi! Diesen epochalen Hinweis verdanken wir unserem Berliner Außenreporter Markus!

| 24.09.2008
