[Frank Cole Jr. - Urbane Kunst auf der Wand aus Leinen]
In der Zwischenzeit ist es fast schon normal, dass Streetart und Graffiti ihren Weg in die Museen dieser Welt gefunden haben. Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes, auch wenn es auf den ersten Blick etwas paradox erscheint. Museen konservieren.
Frank Cole Junior macht mit seinen Arbeiten etwas Ähnliches: Er malt auf Leinwand und seine Bilder zeigen Straßenzüge aus Brooklyn. All diesen Arbeiten ist gemein, dass sie neben der lediglichen Abbildung von urbaner Struktur auch Graffitis, Tags, Bombings und Throw Ups zeigen - die eigentlichen Sujets seiner Bilder.
In seinem Statement schreibt er über seine Motivation.
Walls are always changing. Graffiti doesn’t last forever. They get painted over from time to time by the city or landlords and building owners. However, someone will always come and tag or do a piece on them again. New inspiration can always be found, for both the writers and myself.
Coles Bilder sind sehr eindrucksvoll, nicht zuletzt, weil sie den Blick der Betrachter für eine äußerst dynamische und vergängliche, urbane Kunstform und den Aufstand der Zeichen (Jean Baudrillard) schärfen. (via)